Proviant-Eisen-Museum Gresten

Das Museum zeigt die im Jahre 2012 von Mag. Ulrike Preuler neu arrangierte Ausstellung zum Thema "Proviant-Eisen".

Das Grestner Museum ist Mitglied der Eisenstraße-Museen. www.eisenstrasse.info

Geöffnet vom ersten Sonntag im Mai bis zum letzten Sonntag im Oktober, jeweils Sonntags von 14 bis 17 Uhr !

Nach rechtzeitiger vorheriger telefonischer Anmeldung am Gemeindeamt (07487-2310) sind auch zu anderen Zeiten Führungen möglich.

Eintrittspreise:
Erw. € 3,- / Kinder € 2,- 
Gruppen:
ab 10 Erw. je € 2,50
ab 10 Kindern je € 1,50



GRESTEN UND DER HANDEL MIT EISEN UND PROVIANT


Gresten liegt in der Eisenwurzen, dem ehemaligen Versorgungsgebiet der Radwerksarbeiter am Erzberg. Das im Umkreis von ca. 25 km um Scheibbs liegende Gebiet, zu dem Gresten gehört, war verpflichtet, das nördliche Abbaugebiet des Erzberges mit Proviant, d.h. Getreide und Schmalz, zu beliefern. Im Tauschhandel wurde minderwertiges Eisen, sogenanntes „Provianteisen“, ins Erlauftal gebracht und dort zu Pfannen, Hufeisen, Nägeln und verschiedensten Werkzeugen verarbeitet.
Von Bedeutung war die im 16. Jh. erbaute Dreimärktestrasse welche die Handelsorte Gresten, Purgstall und Scheibbs verband und zum Erzberg weiterführte.
Das Proviant-Eisen-Museum befindet neben der Kirche und ist im spätgotischen Karner, einem Gebeinhaus mit Gruftraum und darüberliegender Kapelle, untergebracht. Wie der Name schon sagt, hat das Museum den Handel mit Eisen und Proviant zum Thema. Dieses ist nach dem Konzept „Zu ebener Erde und im ersten Stock“ in dem zweigeschoßigen Gebäude aufbereitet.

RAUCHKUCHL

Im Untergeschoß, „zu ebener Erde“ wird der Bereich des Proviants präsentiert. Im ehemaligen Gruftraum befindet sich eine originale Rauchkuchl. Mit Geschirr und Haushaltsgeräten wird die Produktion und Verarbeitung der Grundnahrungsmittel dargestellt.

BAUERNSTUBE

Der Vorraum, als Bauernstube eingerichtet, dient einer Kurzpräsentation der im Zusammenhang mit dem wirtschaftlichen Aufschwung entstandenen Handwerke und Gewerbe.

EISEN - ZÜNFTE

Das Obergeschoß, der „erste Stock“ wird vom Thema „Eisen“ beherrscht. Hinsichtlich Macht und Vermögen profitierten vor allem die „konzessionierten Eisen- und Provianthändler“ von der florierenden Eisenindustrie.
Präsentiert wird auch die Geschichte des Marktes Gresten. Großen Einfluss auf das Geschehen im Markt hatten die Patronatsherren, im Laufe der Jahrhunderte wechselnde Adelsgeschlechter, die ihren Sitz im heutigen Schloß Stiebar hatten.

EINBLICK IN RAUM 2

Exponate aus den Bereichen Religion und Volksfrömmigkeit runden das Bild einer vielschichtigen, dennoch bodenständigen und im Glauben verwurzelten Gesellschaft ab.