Wohin mit dem Gartenstrauchschnitt?

Information der Fernwärme Gresten zum Thema Strauchschnitt!

Die Fernwärmegenossenschaft Gresten hat die Strauchschnittannahme bis auf weiteres eingestellt. Dies ist bei einigen Gemeindebürgern und -bürgerinnen auf Unverständnis gestoßen. Die Redaktion der Gemeindezeitung hat die Geschäftsführung der Fernwärme um eine Stellungnahme gebeten:

Was sind unsere Beweggründe, die Strauchschnittabnahme bis auf weiteres einzustellen?

Als wir vor 23 Jahren den Betrieb aufnahmen, wollten wir den potentiellen Kunden und Kundinnen dieses Service  bieten,  um ihnen Häckselarbeiten oder den Transport nach Purgstall ins Abfallzentrum zu ersparen. Das Verbrennen im eigenen Garten wurde (zu Recht) aus Umweltschutzgründen in den letzten Jahrzehnten verboten.

Dieses Angebot wurde so „gut angenommen“, dass wir  über einige Wochen im Herbst große Flächen auf unserem Betriebsgelände zur Lagerung des angelieferten Strauchschnitts zur Verfügung stellen mussten.  Wir übernahmen auch die Kosten für das Hacken des Strauchschnitts. Leider mischten sich bald  auch mit Nägeln und Schrauben gespickte und lackierte Holzreste und Baustoffreste in
das angelieferte „Material“. Dies beschädigte die Hackmaschinen und gefährdete unseren Schubboden zur Kesselbefüllung.

Außerdem hatte das Strauchmaterial immer weniger Brennwert, da die „Thujenmode“ der 1980-er und der späteren  Jahre dazu geführt hat, dass heute meterlange Thujenstämme von gerodeten Hecken angeliefert werden, die ja bekanntermaßen schlecht verheizbar sind.

Die FWG ist kontinuierlich gewachsen, wir versorgen jetzt mehr als 500 Kunden und Kundinnen und garantieren ihnen die Versorgungs- sicherheit mit Wärme. Daher müssen wir auf gut gefüllte Lagerhallen setzen und können keine Kapazitäten mehr für gehäckselten Strauch-schnitt freihalten, dessen Menge wir nicht abschätzen können.

Wie so viele Dienstleistungen in unserer Gesellschaft (denken wir nur an die Mülltrennung und Entsorgung) ist es an der Zeit, die Strauch-schnittentsorgung zu professionalisieren und durch Strauchschnittwiederverwertung (recycling) zu ersetzen.
Dies wird heute ermöglicht durch einen Anruf im Abfallzentrum Purgstall (07489 30035). Von dort wird die Firm SEIRINGER verständigt, die den Strauchschnitt abholt, sammelt und in ihren Anlagen zu hochwertiger Komposterde verarbeitet. Die Kosten (rund 15€) werden direkt auf der Müllabfuhrrechnung verbucht. Kleinere Mengen selbst zu häckseln und zu kompostieren, um sie im Garten  verwenden zu können bleibt natürlich immer eine Alternative.

Dies sind, unserer Meinung nach,die besten und einfachsten Wege, größere und kleinere anfallende Gartenstrauchschnittmengen auf moderne Art und Weise wiederzuverwerten.

Wohin mit dem Gartenstrauchschnitt.pdf

Donnerstag, 07. Januar 2021